Beschreibung
Der Fanningberg stand am Freitag, dem 29.05.2026, im Mittelpunkt einer groß angelegten Waldbrandübung, an der sich rund 130 Einsatzkräfte sowie drei Hubschrauber beteiligten.
An der Übung wirkten mehrere Feuerwehren, Flughelfer, die Polizei, das Bundesheer sowie weitere Einsatzkräfte mit. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit bei einem Waldbrandereignis in schwierigem Gelände sowie die Koordination zwischen Bodenmannschaften und Fluggeräten zu trainieren.
Flughelfer-Weiterbildung am Vormittag
Bereits am Vormittag fand am Flugplatz in Mauterndorf eine Flughelfer-Weiterbildung statt. Dabei hatten die eingesetzten Flughelfer die Möglichkeit, die eingesetzten Maschinen vom Typ H-125 (Polizei) , AB212 sowie AW169 (Bundesheer) kennenzulernen.
Die Weiterbildung wurde durch den Landesfeuerwehrverband Salzburg gemeinsam mit den anwesenden Piloten durchgeführt.
Übungsbeginn am Fanningberg
Um 12:45 Uhr begann die eigentliche Waldbrandübung am Fanningberg.
Übungsannahme war eine gemeldete Rauchentwicklung im Bereich der Aiblhütte. Daraufhin wurde die örtlich zuständige Feuerwehr Weißpriach alarmiert.
Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte sowie der anschließenden Lageerkundung musste festgestellt werden, dass der angenommene Brand mit den vorhandenen Kräften nicht beherrschbar war. In weiterer Folge wurde die Alarmstufe 3 sowie der Sonderalarmplan Stufe 2 „Waldbrand“ ausgelöst.
Da sich der angenommene Brand weiter ausbreitete, wurden zusätzlich drei Hubschrauber – ein Fluggerät der Polizei sowie zwei Maschinen des Bundesheeres – nachalarmiert.
Löschangriff und Wasserversorgung
Zur ersten Brandbekämpfung wurde durch die Feuerwehren Weißpriach und Mariapfarr ein umfassender Löschangriff aufgebaut. Die Löschwasserversorgung erfolgte zunächst über eine Versorgungsleitung von einem nahegelegenen Speicherteich.
Nach dem Eintreffen der ersten Fluggeräte wurde unverzüglich mit Material- und Personentransporten begonnen. Dabei wurden Einsatzkräfte sowie Gerätschaften zu einem weiteren Speicherteich geflogen, um zusätzliche Wasserbezugsstellen für die Hubschrauber sicherzustellen.
Zusätzlich wurde die Drohne Lungau samt Techniker und Ausrüstung zu einem Beobachtungspunkt nahe der Brandstelle transportiert. Von dort aus konnten laufend aktuelle Lagebilder an die örtlich eingerichtete Einsatzleitung am Parkplatz des Fanningbergs übermittelt werden.
Unterstützung durch Hubschrauber
Da sich der angenommene Brand im Übungsszenario weiter ausbreitete, wurde der Löscheinsatz sowohl durch die Mannschaften am Boden als auch durch die eingesetzten Hubschrauber intensiviert.
Neben der Wasserentnahme am Berg wurde durch weitere Einsatzkräfte im Tal ein Befüllungsplatz für die Bambi Buckets der Hubschrauber eingerichtet.
Erfolgreicher Übungsabschluss
Gegen 17:00 Uhr konnten sämtliche Übungsziele erfolgreich abgearbeitet werden.
Nach dem Rücktransport der Mannschaften und Geräte ins Tal fand eine umfangreiche Übungsnachbesprechung statt. Dabei wurden die gewonnenen Erkenntnisse gemeinsam mit allen eingesetzten Kräften besprochen und ausgewertet.